"In den Türmen wird biologischer Abfall vergärt und zur Vergasung gebracht, um anschließend Energie daraus zu gewinnen. Der erste Fermenter funktionierte seit November reibungslos: „Die Ergebnisse und die Drucküberprüfungen waren tadellos. Deshalb sollte ja am Montag der zweite Behälter in Betrieb gehen“, so ein sichtlich verzweifelter Michael Rakete, Geschäftsführer des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen (AS). "

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Havarie und Wiederaufbau auf dem Gelände des Abfallzweckverbands Niedersachsen

Am 20. Januar 2006 zerbarsten zwei 20 m hohe Gärtürme der im Bau befindlichen mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) Südniedersachsen. Damit einher ging eine erhebliche Zerstörung des Betriebsgeländes und der weiteren Anlagenbestandteile der MBA. 4,5 Mio. Liter Gärschlamm und 2,5 Mio. Liter Regenwasser ergossen sich über das Gelände. Dass keine Personenschäden zu beklagen waren, war allein dem Umstand zu verdanken, dass sich das Unglück an einem Samstag um 6.00 Uhr morgens ereignete.

[GGSC] hat die Regulierung der Sach- und Vermögensschäden sowie den Wiederaufbau der MBA Südniedersachsen begleitet. Der Umfang dieses Projektes war auch für [GGSC] ungewöhnlich. Dabei war ein Beweissicherungsverfahren mit einer Vielzahl Beteiligter zu führen und gleichzeitig sicherzustellen, dass der Wiederaufbau schnellstmöglich in Angriff genommen wird.

Die Entsorgung der anfallenden Abfälle musste trotz der Zerstörung der Anlage sichergestellt werden. Gleichzeitig waren Verhandlungen mit den beteiligten Versicherungen, Ingenieurbüros und Auftragnehmern zu führen. Über den Abschluss eines Vergleichsvertrages konnte schließlich ein jahrelanger Rechtsstreit vermieden und die MBA zeitnah wieder aufgebaut werden.