"Dreck gegen Devisen, das war der Inhalt des Vertrags, den der Volkseigene Betrieb Bergbau-Handel und die Westberliner Planungsfirma Berlin-Consult im Dezember 1974 schlossen.....Bis zu 80 Prozent des jährlich anfallenden Westberliner Mülls wurden so geräuschlos und ohne Bürgerproteste entsorgt - bis Anfang 1990 Einwohner von Schöneiche die Müll-Laster aus West-Berlin stoppten."  Deutschlandfunk


Müll-Chaos in der Wendezeit 1989/1990

Geburtsstunde der Abfallwirtschaft bei [GGSC] war der Fall der Berliner Mauer.

Der Westberliner Abfall wurde auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der DDR u.a. auf den Deponien Schöneiche und Vorketzin - ökologisch bedenklich - entsorgt.

Aus diesem Grund wandte sich das Brandenburger Umweltministerium im Spätherbst 1990 an [GGSC], um Rat zur Veränderung der Kooperation mit dem Land Berlin sowie zu Gefährdungsabschätzungen und neuer Trägerschaft für die Deponien Schöneiche und Vorketzin einzuholen. Dies war der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit.

Deponien in Brandenburg - Gründung von Zweckverbänden

Auch der Abfall auf dem Gebiet der DDR wurde deponiert. Über Basisdichtung oder technische Maßnahmen zur Oberflächenabdichtung verfügten diese Deponien nicht. Deshalb sollten die Landkreise in Brandenburg neue, dem Stand der Technik entsprechende Deponien erhalten. Geplant wurden allein für Brandenburg 14 neue Deponien.

Durch das Umweltministerium wurde eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Landesumweltamtes und der Landkreise eingerichtet, die von [GGSC] beratend begleitet wurde. Die Planung der Deponien  wurde dann von der TA Siedlungsabfall und von den gesetzlichen Vorgaben zur Behandlung von Abfällen überholt. Vor allem aber wurden größere Entsorungseinheiten in Form von Zweckverbänden geschaffen, an deren Gründung [GGSC] ganz maßgeblich beteiligt war.

Lutz Pätzold - Vorsitzender des  Verbandsvorstandes Südbrandenburgischer Abfallzweckverband:

"Ganz wichtig war diese Zeit der Entwicklung des Abfallzweckverbandes. Es ging von der Gründung des Verbandes bis jetzt, immer gemeinsam. Da waren verschiedene Höhepunkte: Auseinandersetzungen um Verträgen mit privaten Entsorgungsunternehmen oder auch jetzt der Bau der Solaranlage, die wir dann errichtet haben, und vor allem unsere Deponien. Es gab nur spannende Themen."