Der Hochwasserschutz hat wachsende Bedeutung, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels, der Begradigung von Flüssen und der Bebauung ehemaliger Überschwemmungsgebiete. Im Mittelpunkt stehen dabei Schutzmaßnahmen, um diese durch sogenannte "Jahrhunderthochwasser" (HQ 100) eintretende immense Schäden in Zukunft eindämmen zu können. Dafür sind umfangreiche Baumaßnahmen an und in Gewässern, vor allem die Verbesserung des Abflussverhaltens von Flüssen, Errichtung von Deichanlagen und Rückhaltebecken erforderlich.

Bei der Planung und Durchsetzung der erforderlichen Maßnahmen sind schwierige Interessenkonflikte, z. B. im Zusammenhang mit der baulichen und landwirtschaftlichen Nutzung, zu bewältigen. [GGSC] hat Erfahrungen mit der Begleitung und Auswertung der entsprechenden Hochwasserschutzplanung und der Zulassungsverfahren für die Maßnahmen (vor allem Planfeststellungsverfahren).

Zugleich sind die betroffenen Flächen häufig Lebensräume von besonders schützenswerten Tier- und Pflanzenarten und deshalb als NATURA 2000-Gebiete (FFH-/Vogelschutzgebiete) ausgewiesen. Regelmäßig ergibt sich deshalb die Herausforderung, einen Kompromiss zwischen den erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen und den zu berücksichtigenden naturschutzrechtlichen Anforderungen zu finden.

Für den Landesbetrieb Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt hat [GGSC] einen Leitfaden erstellt, der die bei Planung/Realisierung eines konkreten Vorhabens (z. B. Deichreparatur) zu beachtenden inhaltlichen und Verfahrensanforderungen abbildet und den Entscheidungsträgern vor Ort eine Orientierung geben soll.