Seit der Gesetzgeber die Anforderungen an die Kennzeichnung von Lebensmitteln „ohne Gentechnik“ im Jahr 2008 praxistauglicher gestaltet und an Bioprodukte angeglichen hat, ist die Zahl der Lebensmittel "ohne Gentechnik" stetig angewachsen. Bei einigen Produktgruppen wie z. B. Molkereiprodukten ist diese Kennzeichnung inzwischen etabliert.

Kritiker behaupten bisweilen, bei der Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ handele es sich um eine unzulässige Werbung mit Selbstverständlichkeiten oder sogar um eine Irreführung. Vorsichtige Unternehmen sichern sich deshalb auch juristisch ab, ob solche Einwände für ihr Lebensmittel zutreffen und wie sie das Risiko behördlicher Beanstandungen oder eines wettbewerbsrechtlichen Vorgehens von Konkurrenten minimieren können. Rechtsfragen betreffen das Risikomanagement bei spezifischen technischen Herstellungsprozessen, die rechtliche Einstufung von Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffen, die Durchführung und Bewertung von Analysen sowie die Zusicherungserklärungen von Lieferanten.

Wir beraten hierzu sowohl Unternehmen, die die Kennzeichnung "ohne Gentechnik" erfolgreich eingeführt haben als auch solche, die die Anforderungen erfüllen wollen, um die Voraussetzungen für eine Kennzeichnung zu schaffen, sei es durch das eigene Unternehmen oder durch die Abnehmer von Vor- oder Zwischenprodukten.

Zu unseren Mandanten zählen sowohl Hersteller von Bioprodukten als auch Hersteller konventioneller Lebensmittel.

Eine besondere Herausforderung sind die derzeit entwickelnden unterschiedlichen Anforderungen an gentechnikfreie Lebensmittel in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist die Beratung von Molkereien. Wir beraten laufend den Verband Lebensmittel "ohne Gentechnik". Im Auftrag des Bundes ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) haben wir den Rechtsteil des Praxishandbuchs „Bio-Produkte ohne Gentechnik“ bearbeitet.