Das Atom- und Strahlenschutzrecht bildet traditionell einen großen Tätigkeitsschwerpunkt bei [GGSC]. Bereits in den 90er Jahren haben wir den Bund und die Länder Hessen (Biblis, Hanau), Niedersachsen (Gorleben, Stade) und Sachsen-Anhalt (Morsleben) beim atomrechtlichen Vollzug und in Endlagerfragen beraten. Mit dem Gesetz zur Beendigung der Kernenergienutzung zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität in Deutschland (2002) weitete sich diese Beratungstätigkeit aus.

[GGSC] vertrat in der Folgezeit das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in 18 Genehmigungsverfahren für Interims- und Standort-Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten, durch die der Transport von abgebrannten Brennelementen bis zur Errichtung eines nationalen Endlagers entbehrlich wurde. Wir haben für das BfS an 19 Erörterungsterminen teilgenommen und waren beratend an der Erstellung der Genehmigungsbescheide beteiligt. [GGSC] vertrat die Bundesrepublik Deutschland in den verwaltungsgerichtlichen Verfahren gegen die Bescheide bis zum Bundesverwaltungsgericht.

Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle war und ist [GGSC] auf Bundesseite im Zusammenhang mit Genehmigungs-, Vergabe- und Organisationsfragen für die Vorhaben Konrad, Gorleben, Morsleben und Asse beteiligt. Bezüglich der Schachtanlage Asse haben wir zunächst das BfS bei der Übernahme der Betreiberverantwortlichkeit und später die Begleitgruppe Asse II im Zusammenhang mit dem Gesetzgebungsverfahren für eine Lex Asse zur Beschleunigung der Rückholung unterstützt. Im Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung des Endlagers Morsleben haben wir das BfS bei der Vorbereitung und Durchführung des Erörterungstermins beraten und vertreten.

Daneben entwickelte [GGSC] für BfS und BMU Gesetzentwürfe zum Schutz vor Radon und zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung. Für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen haben wir ein Gutachten zur Atomhaftung erstellt. Die Bundestagsfraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen hat [GGSC] im Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken vertreten.

In Bezug auf Atomkraftwerke hat [GGSC] das BMU in mehreren Prozessen zu Strommengenübertragungen von neueren auf ältere Kernkraftwerke und das Land Baden-Württemberg in einem Gerichtsverfahren gegen eine Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für das AKW Obrigheim vertreten.